Tech & KI-News KW 13/2025: Mistral wird offen, Medusa greift an, Anthropic warnt
- Nico Dudli
- 23. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Die Woche vom 17. bis 23. März 2025 war vollgepackt mit Neuigkeiten aus der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) und Cybersicherheit. Ein französisches KI-Modell wird kostenlos für alle, Ransomware sorgt für Sorgen – auch bei uns in der Schweiz – und Experten warnen vor KI-Risiken. Was heisst das für dich und mich? Hier kommt der Rückblick auf die Woche 13/2025 – einfach erklärt für alle, die keine Tech-Gurus sind.

Mistral AI: KI aus Frankreich für Jedermann
Ein Geschenk aus der Nachbarschaft
Am 18. März 2025 hat das französische Unternehmen Mistral AI etwas Cooles gemacht: Sie haben Mistral Small 3.1 rausgebracht – eine KI, die jeder kostenlos nutzen darf. Sie ist kleiner als viele Konkurrenten (z. B. von OpenAI), aber trotzdem super schlau.
Was kann diese KI?
Sie versteht Texte und Bilder – z. B. könntest du ihr ein Foto von deinem Mittagessen schicken, und sie sagt dir, was drauf ist.
Sie „denkt“ schnell: Bis zu 150 Wörter pro Sekunde! Das ist, als würde sie in einem Wimpernschlag einen langen Brief schreiben.
Weil sie Open Source ist, kann jeder sie nutzen – keine teuren Gebühren!
Was heisst das für uns in der Schweiz?
Stell dir vor, ein kleines Schweizer Start-up aus Bern baut damit eine App, die automatisch Rezepte aus deinen Vorräten erstellt. Oder die ETH Zürich nutzt sie, um Studenten beim Lernen zu helfen. Das könnte uns allen zugutekommen – von günstigeren Tools bis zu smarteren Ideen aus der Heimat. In einem Land, wo Datenschutz grossgeschrieben wird, könnte die Schweiz mit ihrer Expertise dafür sorgen, dass solche KI-Tools unseren hohen Standards entsprechen.

Medusa-Ransomware: Ein digitaler Einbrecher
Schlechte Nachrichten aus den USA
Am 20. März 2025 hat die US-Behörde CISA (so eine Art Cyber-Polizei) gewarnt: Die Medusa-Ransomware macht Ärger. Das ist eine Art Schadsoftware, die schon über 300 Schulen, Spitäler und Firmen lahmgelegt hat – und sie könnte auch bei uns zuschlagen.
Wie funktioniert dieser digitale Angriff?
Die Hacker kommen oft über Fake-E-Mails rein – z. B. eine Nachricht, die aussieht wie von deiner Bank.
Sie sperren deine Daten (Fotos, Dokumente) mit einem Passwort, das nur sie kennen.
Dann sagen sie: „Zahl uns, oder wir löschen alles – oder zeigen es der ganzen Welt!“
Was können wir tun?
Updates auf Handy und Laptop nicht ignorieren – die schliessen Sicherheitslücken.
Ein zweites Passwort nutzen, z. B. einen Code aufs Handy, wenn du dich einloggst (Multifaktor-Authentifizierung).
Wichtige Sachen wie Babyfotos offline sichern, z. B. auf einer externen Festplatte.
Stell dir vor, ein Schweizer Spital wie die Inselspital Bern könnte nicht mehr auf Patientenakten zugreifen – das wäre ein Albtraum!
Quantensicherheit: Schutz für morgen
Ein neuer Schlüssel für unsere Daten
Am 19. März 2025 hat das NIST (eine Art Wissenschaftsbehörde) den HQC-Algorithmus vorgestellt. Klingt kompliziert, ist aber ein neuer Weg, unsere Daten vor Supercomputern der Zukunft zu schützen.
Was bedeutet das?
Heutige Computer können Passwörter knacken, aber bald kommen Quantencomputer, die noch viel schneller sind.
Dieser HQC-Trick macht unsere Daten wieder sicher – wie ein Schloss, das niemand aufbrechen kann.
Warum ist das für die Schweiz wichtig?
Denk an Online-Banking bei UBS oder Postfinance – wenn Quantencomputer kommen, könnten sie alte Sicherungen knacken. Mit HQC bleiben unsere Konten und persönlichen Infos geschützt. Auch Behörden wie das Bundesamt für Statistik könnten es nutzen, um unsere Daten sicher zu halten. Die Forschung an ETH und EPFL könnte der Schweiz sogar eine Vorreiterrolle in diesem Bereich sichern.
Anthropic: KI wird schlauer – und riskanter
Warnsignale aus der Forschung
Am 21. März 2025 hat die Firma Anthropic (die KI-Experten sind) einen Bericht veröffentlicht: KI wird immer besser – aber auch gefährlicher.
Was haben sie herausgefunden?
KI kann inzwischen so viel über Hacking lernen wie ein Uni-Student – z. B. wie man in Computer einbricht.
Sie wird auch in Biologie schlauer – das könnte helfen, Medikamente zu entwickeln, aber auch missbraucht werden.
Noch ist es nicht so schlimm, aber wir sollten jetzt handeln, bevor es ausser Kontrolle gerät.
Was heisst das für uns?
Stell dir vor, jemand nutzt KI, um Deepfake-Videos zu machen – z. B. ein gefälschtes Video von dir, das um Geld bittet. In der Schweiz, wo Datenschutz grossgeschrieben wird, müssen Firmen und wir alle aufpassen. Vielleicht braucht es bald Apps, die solche Fälschungen erkennen.
Fazit: Technik kommt näher an uns ran
Diese Woche zeigt: KI und Cybersicherheit sind keine fernen Themen mehr. Eine französische KI könnte bald in Schweizer Apps stecken, während Hacker und Superschlösser uns direkt betreffen – ob im Spital, beim Banking oder zu Hause.
Fragen an dich:
Würdest du eine kostenlose KI wie Mistral für deinen Alltag nutzen?
Hast du schon mal eine komische E-Mail bekommen, die du nicht angeklickt hast?
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